ANETA KAJZER

GUILTY PLEASURE

21.04. bis 17.05.2018

Eröffnung am Freitag, den 20.04.2018 um 19 Uhr

anetakajzer.de

In der Ausstellung „GUILTY PLEASURE“ zeigt die in Berlin lebende und arbeitende Künstlerin Aneta Kajzer großformatige Leinwände sowie kleinere Arbeiten, die sich zwischen Figuration und Abstraktion bewegen.

Die Motive in ihren Bildern entstehen in einem intuitiven Arbeitsprozess aus der Malerei heraus: Farben und Fragmenten formen Gebilde, die sich bis zur letzten Schicht im Bild immer wieder verändern können. Diversität und Ambivalenz stehen in Kajzers Werk nebeneinander und untersuchen die facettenreichen Zustände des menschlichen Seins. Dabei entziehen sich die überdimensionalen Körper jeder Norm und existieren außerhalb der traditionellen Begriffen von schön und hässlich.

Während der Titel der Ausstellung, übersetzt heimliches Vergnügen oder Vergnügen mit Gewissensbissen, auf ein progressives Verhältnis zu Körpern und Sexualität anspielt, thematisiert er außerdem das Medium der Malerei als „heimliches Laster“ in Zeiten von Online-Ausstellungen und Post-Internet-Art und die Möglichkeiten und Grenzen, die Kajzer durch ein Experimentieren mit Form, Farbe und Material erforscht.

„GUILTY PLEASURE“ von Aneta Kajzer ist die zweite Ausstellung in der Reihe „HERE – künstlerische Positionen zur aktuellen Lage“.

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ANNA EHRENSTEIN

4 REAL

24.03. bis 12.04.2018

Eröffnung am Freitag, den 23.03.2018 um 19 Uhr

Die Ausstellung „4 REAL“ der Künstlerin Anna Ehrenstein setzt sich aus Fotografie, Video und Installation zusammen. Der fotografische Teil ihrer Arbeit besteht aus dem fortlaufenden multidisziplinären Werkkomplex „Tales of Lipstick and Virtue“, in welchem sie dokumentarische Portraits von überwiegend albanischen Frauen und figurative fake-stills von Markenimitationen aus dem Studio kombiniert.

Dabei geht die Künstlerin der Frage nach, wie ein ‚Fake‘, eine Imitation, intellektuelles Eigentum oder eine Replik innerhalb gesellschaftlicher Normen definiert werden kann.

Welche Beweggründe haben Menschen mit diesen Objekten zu interagieren und können sie frei nach ihrer Materialität beurteilt werden? Oder sind sie verdammt zu einer belanglosen Existenz innerhalb pseudo-luxuriöser Welten?

Die Frage nach Authentizität, mit welcher sich Anna Ehrenstein in ihrer Arbeit auseinander setzt, ist seit jeher zentral innerhalb gesellschaftlicher Diskurse und wird durch Phänomene wie ‚Fake News‘, Alternative Fakten und die sofortige digitale Kontrollmöglichkeit aktueller und notwendiger denn je.

Themenkomplexe wie die Schnittstelle von Nageldesign, Klassenbewusstsein und Ästhetik werden innerhalb des Ausstellungsraums ebenso observiert wie ein intersektioneller Zugang zur Selbstdarstellung. Popkulturelle Phänomene, Sexpositvität und Fragmente von Massenmedien verwoben mit Instastories, Snapchatfiltern und panoramischer sozialer Interaktion durch 3D Kamera Filmfetzen von Fälschungen innerhalb Tiranas Gewerbewelt.

Anna Ehrenstein ist eine Künstlerin, welche mit albanischer Herkunft in Deutschland aufgewachsen ist. In ihrer Praxis beschäftigt sie sich mit produktiver, kuratorischer und edukativer Arbeit.

4 Real von Anna Ehrenstein ist die erste Ausstellung in der Reihe "HERE - künstlerische Positionen zur aktuellen Lage-".

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Über die Warte

Ausschau halten, Verbindung knüpfen, zur Schau stellen. Die Warte für Kunst ist Ausstellungsort und zugleich Experimentierfeld für engagierte, innovative, junge Kunstschaffende. Gezeigt werden alle Facetten zeitgenössischer Ausdrucksformen - von Fotografie, Video, Malerei bis zur Performance. Die Warte soll als Plattform für den Austausch von und mit Künstler/innen etabliert werden. Workshops, Vorträge und Artist Talks werden zum regelmässigen Programm gehören.trenner

Rosa-Violetta Grötsch

Atlas

24.02. bis 15.03.2018

Eröffnung am Freitag, den 23.02.2018 um 19 Uhr

rosaviolettagroetsch.de

Die künstlerischen Arbeiten von Rosa-Violetta Grötsch beschäftigen sich mit Symbiosen von Dingen, mit einem Streben nach Etwas und mit einer gleichzeitigen Anlehnung an das Gegenüber.

Wie bei einer dichotomen Einteilung besteht ihre Arbeit aus mehreren Teilen, die einander gegenüberstehen und einander ergänzen. Wie die des Innenseins und des Außenseins, wie das Ziehen von Grenzen und das Verbinden unterschiedlicher Punkte eines Systems.

Die Objekte und Zeichnungen verlagern sich durch ihre Kombination in einen ironischen Zusammenhang, der teils Systeme belächelt, auf der anderen Seite genau zeigt wie simpel eine Kategorisierung aussehen kann.

„Meine künstlerischen Arbeiten, die sich von Zeichnungen über Objekte, bis hin zu ganzen Rauminstallationen entwickeln können, spielen nicht nur auf hierarchische Strukturen an, sondern befinden sich in stetiger Weiterentwicklung, bleiben offen und erweiterbar, sie sind ein Spiegel der Gesellschaft, zumindest erst einmal derer, die mich umgibt.“

Rosa Violetta Grötsch

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MILENA ALBIEZ & BRITTA WAGEMANN

(IN)VISIBLE WORK 2

10.02. bis 15.02.2018

Eröffnung am Freitag, den 09.02.2018 um 19 Uhr

(IN)VISIBLE WORK 2
Dialoge über Arbeitsverhältnisse in Gegenwart und Zukunft

In der Warte für Kunst beginnt das Jahr analytisch mit einem installativen Dialog über Arbeit.

Die ehemaligen Meisterschülerinnen der Kunsthochschule Kassel Milena Albiez und Britta Wagemann erweitern und öffnen ihr fortlaufendes Projekt (IN)VISBILE WORK.

Für die Examensausstellung 2017 in der documenta Halle Kassel trugen sie Arbeits- und Lernverhältnisse, sowie Zukunftsaussichten und Visionen der AbsolventInnen und MeisterschülerInnen der Kunsthochschule Kassel zusammen. Durch die Visualisierung dieser Informationen wurde ein Austausch über Arbeitsverhältnisse angestoßen, den sie weiter verfolgen.

Milena Albiez und Britta Wagemann wollen raus aus der Blase, rein in die Mitte des Konsenses! Sie fordern kreative Arbeit zugänglicher, barrierefrei und verständlicher zu machen und wollen in der Warte für Kunst mit Ihnen über Ihre Arbeit reden.

Sie sind herzlich eingeladen.

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MAX HÄNISCH

Gute Nacht Marie, das Geld liegt auf der Fensterbank

04.11. bis 24.11.2017

Eröffnung am Freitag, den 03.11.2017 um 19 Uhr

Gute Nacht Marie, das Geld liegt auf der Fensterbank“

„Ja gut. Das wird jetzt nicht besser mit der Fotografie. Schade. Hat eigentlich mal Spass gemacht. Komplizierte Kameras, abgewetzte Lederjacken, Models und die Tageszeit in der Dunkelkammer vergessen – zumindest in meiner Fantasie. Irgendwie bin ich schon ein bisschen wehmütig. Irgendwie finde ich das neue iPhone X aber auch ziemlich geil. Ich könnte im Netz mehr Likes pro Tag bekommen als Besucher in meiner Ausstellung pro Monat. Muss ich mich daran messen?“

Max Hänisch betrachtet in der Arbeit „Gute Nacht Marie, das Geld liegt auf der Fensterbank“ die Fotografie als Ganzes und scheut sich nicht, digitale Fotografie mit Malerei zu vergleichen und C41 mit Instagram in ein Verhältnis zu setzen. Die ungleiche Wertschätzung von Material und Produkt sind das Spannungsfeld, in dem sich die Arbeit bewegt. Durch das Verschieben von Bildinhalten in andere Kontexte entsteht eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation der Fotografie, die auch eine persönliche Abrechnung sein könnte.

#photooftheday #freethenipple #like4like

Text: Marie Gnedl

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Christian Doeller

Human Factor

08.10. bis 27.10.2017

Eröffnung am Samstag, den 07.10.2017 um 19 Uhr

christiandoeller.de

Human Factor
Wie kann die Rolle der Fehlbarkeit menschlicher Entscheidungen in einer zunehmend von Algorithmen kontrollierten und optimierten Welt neu definiert werden?

Der Begriff „Human Factor“ steht für die Unberechenbarkeit menschlicher Entscheidungen in Systemen, in denen Mensch und Maschine zum Erreichen eines bestimmten gemeinsamen Ziels zusammenarbeiten.

Im Kontrast zu den meist negativ belegten Aspekten des Begriffs nutzt Christian Doeller das Konzept der „Human Factors“ in seiner Arbeit Luminograf # 1 als Zufallsgenerator einer generativen Bildherstellung. Luminograf # 1 beschreibt dabei einen Apparat, der lichtempfindliche Oberflächen belichtet. Ausgangspunkt der Arbeit ist der CD-Player einer defekten Stereoanlage, der in seine Einzelteile zerlegt, in veränderter Anordnung wieder zusammengesetzt und letztlich mit einem Minicomputer verbunden und neu programmiert wurde.

Die Bewegungsmuster des Apparats resultieren jedoch nur teilweise aus den digitalen Steuersignalen des Minicomputers. Ein großer Teil der Entscheidungen wird von unberechenbaren „analogen Programmen“ (mechanische Unregelmäßigkeiten: schleifen, reiben, haken) getroffen, die sich mit den digitalen Steuersignalen überlagern. Diese „analogen Programme“ sind die „Human Factors“ dieses Systems – das Nebenprodukt der von Menschenhand durchgeführten Umbaumaßnahme.

Die finale Anordnung der Bildelemente ist somit nur begrenzt kontrollierbar. Ungenauigkeiten, die aus dem „Hacken“ des Apparats resultieren, werden nicht mehr als Fehler wahrgenommen, sondern viel mehr als Chance zur Entstehung unvorhersehbarer Strukturen genutzt.

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WE AND THE OTHERS

15.06. bis 22.09.2017

Jeden Donnerstag um 18 Uhr

www.weandtheothers.wordpress.com/

Installationsansichten:
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Entgegen aller statischen Ausstellungskonzepte modifiziert sich WE AND THE OTHERS im wöchentlichen Rhythmus. In diesem Sinne ist die Ausstellung einem stetigen Wandel ausgesetzt, der für den Besucher kaleidoskopartig ein sich immer wieder neu zusammensetzendes Gesamtgebilde entstehen lässt. Künstler*innen intervenieren in die bestehende Ausstellung, künstlerische Arbeiten werden hinzufügt und entfernt, die Kunst transformiert sich, entsteht, verschwindet und explodiert.
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We = Romina Abate / Anja Köhne / Melanie Vogel / Johannes Peter
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And=Linda Jasmin Meyer / Sebastian Kulbaka / Michel Gockel / Lisa Wood / Garnet Wood / Brendon Ehinger / Romina Abate / Melanie Vogel / Hanna Ben-Haim Yulzari / Anja Köhne / Bernhard Prinz / Thomas Reymann / Tobias Böhm / Lars Rosenbohm / Artur Niestroj / Moritz Unger / Frederike Vidal & Judith Groth

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RUDI WEISSBECK

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20.05. bis 01.06.2017

Eröffnung am Freitag, den 19.05.2017 um 20 Uhr

Rudi Weissbeck setzt sich in seiner Arbeit mit einzelnen Aspekten von Fotografie, besonders der Verschränkung von Beweis und Interpretation auseinander. Dabei überschreitet er einen klassischen Begriff von Fotografie, verwendet inszenierende Mittel und Kontextualisierung und schafft ortsbezogene narrative Ensembles.

Die Erfahrung einer Massendemokratisierung von Fotografie verändert grundsätzlich den gesellschaftliche Umgang mit dem Medium. Rudi Weissbeck nutzt diese Gegenwart zur Reflexion und der Frage danach, welche Rolle Fotografie in der heutigen Gesellschaft einnehmen könnte. Hiermit knüpft er an Vladimir Nabokovs Nachwort im Buch „Lolita“ an, wonach Realität eines dieser Wörter sei, welches keinerlei Bedeutung ohne Anführungszeichen erfährt.

Rudi Weissbeck (* 1986 in Moldawien, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main)* studiert Kunst an der Hochschule für Gestaltung Offenbach in den Fachbereichen Fotografie, Malerei und elektronische Kunst. Arbeiten von ihm waren in nationalen und internationalen Ausstellungen in Tel Aviv, New York und Berlin zu sehen.

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ANJA WARZECHA

INTER

01.04. bis 27.04.2017

Eröffnung am Freitag, den 31.03.2017 um 19 Uhr

"inter" bezeichnet die Strecke zwischen Bekanntem und Unbekanntem. Aus Fragmenten gewohnter Umgebung setzen sich neue Orte zusammen. Der Blick hinter, bzw. zwischen die Kulissen ist gewünscht.

Anja Warzecha erforscht die Diskrepanz zwischen dem eigenen Raum und dem der Anderen, der von außen oft nicht einsehbar ist. Dies gelingt meist durch Orte, die ihr selbst noch unbekannt sind. So ist das Reisen zum Motor ihrer Arbeiten geworden.

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Thomas Reymann

IT`S NICE TO BE THOMAS REYMANN

18.02. bis 17.03.2017

Eröffnung am Freitag, den 17.02.2017 um 19 Uhr

In der Ausstellung IT`S NICE TO BE THOMAS REYMANN, begegnet sich Thomas Reymann selbst, in dem er seine eigene Arbeit auf ironische Art und Weise neu betrachtet, bewertet und letztendlich über seine künstlerische Position aus der Spiegelschau heraus reflektiert.Dabei versucht er alle Koketterie mit Künstleridealen über Bord zu werfen und sich und seine Arbeit auf das Wesentliche zu reduzieren.

Aus der gegenständlichen Malerei kommend, ist Thomas Reymann auf der Suche nach den grundsätzlichen Prinzipien, die ein Bild zum ‚wertvollen‘ Bild machen. Dabei destilliert er die bildnerischen Mittel Schritt für Schritt auf ein Minimum.

Soweit, dass fast nur noch Bilder aus den Bildträgermaterialien an Sich übrig bleiben. So sind noch verpackte Leinwände aus dem Kaufhaus genauso Mittelpunkt seines Interesses, wie Klebebänder oder Transportfolien. In diesem reduziertem Formenrepertoire bildet sich eine Essenz vom künstlerischem Arbeiten, dass er durch konsequente Verknappung des Ausdrucks in den Fokus rückt, ohne in Beliebigkeit zu enden.

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WEIHNACHTSWARTE

So wie immer.

03.12. bis 8.12.2016

Eröffnung am Freitag, den 02.12.2016 um 19 Uhr

Weitere Verkaufstage sind:
03.12. von 14 bis 19 Uhr,
04.12. von 14 bis 17 Uhr,
06.12 und 08.12. von 16 bis 19 Uhr
oder nach telefonischer Vereinbarung.

In der Warte für Kunst werden dieses Jahr Arbeiten von 31 spannenden, internationalen und nationalen Künstler/innen gezeigt, die für einen kleinen Preis käuflich zu erwerben sind.

Mit den Einnahmen aus dem Verkauf der Kunstwerke wird die Arbeit der Warte für Kunst unterstützt, um weiterhin kommende Ausstellungen weiterhin realisieren zu können.br>
Teilnehmende Künstler*innen Romina Abate / Renke Brand / G.E. Emi / Ekachai Eksaroj / Alexander Gehring / Rosa-Violetta Grötsch / Albert Grøndahl / Frederike Vidal & Judtih Groth / Maude Grübel / Angelika Höger / Tanja Jürgensen / Katrin Kamrau / Lilly Lullay / Benjamin Loch / Philipp Merkelbach / Charlotte Mumm / Eric Pries / Bernhard Prinz / Flaut Michael Rauch / Thomas Reymann / Leo Riegel / Michael Rockel / Lars Rosenbohm / Max Sand / Daniel Stubenvoll / Markus Uhr / Moritz Unger / Frederik Vidal / Anja Vogel / Maja Wirkus / Thomas Zika / Tetyana Zolotopupova

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Katrin Kamrau

DAS OBJEKT

29.10. bis 25.11.2016

Eröffnung am Freitag, den 28.10.2016 um 19 Uhr

.. noch immer sitze ich vor einem Blatt lichtempfindlichen Papiers und denke ... (nach Man Ray)

DAS OBJEKT ist eine Ausstellung die durch die Teilnahme ihrer Besucher ensteht.

Grundlage der Ausstellung ist das in 2014 entstandene Künstlerbuch DAS OBJEKT, welches eine spielerisch - subjektive Betrachtung von Bildern und Symbolen ist, die in westeuropäischen Fototechnikbüchern verwendet werden, um optische Gesetze zu erläutern

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Maude Grübel

JARDIN D'ESSAI

27.08 bis 23.09.2016

Eröffnung am Freitag, den 26.08.2016 um 19 Uhr

Seit nun mehr sieben Jahre reist Maude Grübel nach Algier und in die nahe Umgebung. Mit der Kamera versucht sie die dortige Gegenwart zu archälogisieren und lässt dabei ihre subjektive Realität mit der Präsenz verschwimmen.

Verlassene Orte, urbane Räume, landschaftliche Anordnungen und stille Portraits visualisieren konstruierte Geschichten und vermischen sich zu neuen. Geschichten, die nicht enden, die kommen und gehen.

Die dabei entspringenden Ambivalenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Realität und Abstraktion, Nähe und Ferne stehen sinnbildlich für den Jardin d’essai, den Versuchsgarten, der auf den «Jardin d’essai de Hamma» in der Stadt Algiers verweist. Ein Ort, der als Ausdruck für das „Dazwischen Sein“ zu sein scheint.

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Albert Grøndahl

METHODS OF TILLING THE SOIL

21.05. bis 17.06.2016

Eröffnung am Freitag, den 20.05.2016 um 20 Uhr

Mit seiner Einzelausstellung "Methods of Tilling the Soil“ stellt Albert Grøndahl eine fiktive anthropologische Untersuchung an: Seine fotografischen Arbeiten hinterfragen die Natur und die menschliche Existenz in Form von Souvenirs einer fiktiven Reise, die er als Forscher in Form von verfremdeten Fragmenten im Fixierbad seiner Dunkelkammer wieder auftauchen lässt.

Albert Grøndahl mag es sich selbst als „Sammler von Erfahrungen“ zu sehen. Als visuellen Abenteurer. Dabei findet er seine Motive wie ein Jäger und Sammler ganz intuitiv. Für "Methods of Tilling the Soil“ bedient er sich jedoch einer besonderen Strategie, in dem er seine Bilder vom klassischen fotografischen Prozess löst und sie in andere Bildsysteme überführt, um einen neuen Ansatz im Umgang mit visuellen Erinnerungen zu ermöglichen. So spielen bei ihm sowohl skulpturale Elemente eine Rolle, wie auch der Umgang mit verschiedenen fotografischen Emulsionen.

Er stellt den physischen Aspekt seiner Fotografien in den Mittelpunkt und erwirkt dadurch eine erhöhte Dynamik zwischen Referenz (dem Abbild) und dem Objekt (dem fotografischen Print). In seinem Herstellungsprozess wird das Motiv jedes einzelnen Bildes zu einer neuen, nicht-reproduzierbaren Oberfläche. Mit dem Ziel bekannte Bildstrategien zu umgehen, entstehen nicht nur Abbilder des ‚gefundenen‘ Moments, sondern die Einzigartigkeit dieses Moments wird durch die Geste des Objekts besonders herausgestellt.

Das traditionelle, rein mechanische Medium Fotografie wird hier erweitert durch den künstlerischen Eingriff und formt einen neuen, phänomenologischen Körper. Diese Symbiose führt in seiner Arbeit "Methods of Tilling the Soil“ zu einem intensiven kulturellen wie emotionalem Austausch, jenseits jeder gängigen Landkarte.

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Lilly Lulay

UPLOAD YOURSELF

16.04. bis 13.05.2016

Eröffnung am Freitag, den 15.04.2016 um 19 Uhr

Die Opulenz von Bildern hält die Künstlerin Lilly Lulay davon ab Neue zu produzieren. Vielmehr nutzt sie öffentliche und private Bild- und Fotoarchive als Grundlagen ihres künstlerischen Schaffens. Bilder aus dem Internet, gefundene vom Flohmarkt oder geschenkte Fotografien von Freunden ergeben Material für neue Werkreihen, die sich in Form von Collagen, Installationen oder als Strickereien manifestieren. Dabei zielt die manuelle Postproduktion immer darauf ab, die theoretischen Grundlagen des fotografischen Mediums zu untersuchen und hinterfragen. Im Zentrum ihrer künstlerischen Forschung steht somit die technologische Entwicklung des Bildes und die damit verbundene Veränderung im Sozialverhalten der Menschen, und die folgenden Mechanismen der individuellen und kollektiven Wahrnehmung.

In Lilly Lulays Ausstellung UPLOAD YOURSELF ergänzt und führt sie die in 2015 entstandene Werkgruppe Portrait fbarchive25042015 weiter. Quelle dieser Werkgruppe ist der visuelle Inhalt eines Facebook Accounts. Lilly Lulay eignet sich die dort versammelten Bilddateien an und arbeitet dieses personalisierte Informationsnetzwerk analog auf und setzt in einer Wandskulptur wieder neu zusammen. Dadurch ergibt sich nicht nur das Portrait einer Privatperson, sondern eine Skulptur, die verdeutlicht, welches Volumen an Informationen einen allgemeinen Facebook Avatar ausmacht.

Eine bewegte Collage, per Video dokumentiert, ist das zweite Element von Liquid Portrait fbarchive25042015. Sie besteht aus den weggeschnittenen, vornehmlich monochromen Überbleibseln der Wandskulptur, aus hunderten, Fotofragmenten, die nach farblichen Parametern geordneten und Zentimeter hoch übereinander geschichtet wurden. Es herrscht ein Überangebot an visuellen Informationen, das ähnlich der Nutzeroberfläche eines Facebookaccounts, stets aufs Neue Aufmerksamkeit des Betrachter einfordert. In einen Zustand versetzt, der zwischen dem Erwarten eines neuen Höhepunkts und Überdruss schwebt, möchte man am liebsten selbst eingreifen, das Bild anhalten, weiter scrollen oder zurückspulen.

Lilly Lulay ist 1985 in Frankfurt geboren. Sie absolvierte das Studium der Visuellen Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Ihre Arbeiten waren in nationalen und internationalen Ausstellungen in New York, Amsterdam, Berlin, Modena, Bordeaux und Paris zu sehen uns sind in den Sammlungen wie George Estman Museum, New York, Fondazione Fotografia di Modena und Deutsche Börse Photography Foundation vertreten.

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Michael Rockel

BOULEVARD DER ZERBRÖSELTEN TRÄUME

20.02. bis 19.03.2016

Eröffnung am Freitag, den 19.02.2016 um 19 Uhr

Installationsansichten:
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In seinen zwischen Alchemie und Popzitat angelegten Skulpturen und Installationen untersucht Michael Rockel das Zusammenwirken von Materialien und Objekten und deren gegenseitige Beeinflussung und Wechselwirkung. Seine Arbeiten entstehen zumeist prozesshaft in einem transformativen Raum. Das Material ist dabei stets Ausgangspunkt und entwickelt in Kombination mit anderen Objekten eine visuelle Erfahrungsebene, die die jeweiligen Materialien in eine neue ungewohnte Beziehung setzt. Funktionslose Objekte und an sich billiger Kitsch stehen dabei gleichberechtigt neben aufgeladenen Symbolträgern und teuer anmutenden Materialien. Sie besitzen teilweise eine ausgewogene Harmonie, sind jedoch genauso nah am Umfallen, Auflösen, Vergilben, Vertrocknen und erzeugen dadurch eine imaginäre, beinah performative Bewegung im Raum. Pigment, Plastik, Holz, Flüssigseife oder Glas dienen ihm als verbindende Elemente. In seinen Arbeiten werden sie aufgerieben, zerbröselt, geschmolzen und wieder zusammengesetzt. In diesem Transfusionsprozess können die einzelnen Objekte dabei physisch miteinander verschmolzen sein, aber auch vollkommen losgelöst nebeneinander stehen. Letztendlich geht es in seinen Installationen und Skulpturen um eine Rückkehr zum Ursprung des künstlerischen Schaffens: Der Faszination für das Material selbst und den Künstler, der in alchemistischer Tradition mit ihnen arbeitet.

Auf einer weiteren Ebene spielt er geschickt mit Titeln und Zitaten, greift nach Absurditäten der Popkultur, seziert die verschiedenen Deutungsebenen und macht sie sich zu eigen. Innerhalb dieser ‚Remixe‘ werden neue inhärente Bezüge zu den Objekten geschaffen, die zugleich offen für neue Kombinationen im Sinne einer selbstverständlichen, reflexiven Suche nach neuen Identitäten sind.

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WEIHNACHTSWARTE

Alle Jahre wieder

05. bis 06.12.2015

Eröffnung am Freitag, den 04.12.2015 um 19 Uhr

weitere Verkaufstage:
Samstag, der 05.12.2015 von 14 bis 19 Uhr
Sonntag, der 06.12.2015 von 14 bis 17 Uhr

Es ist wieder soweit!

Dieses Jahr stellen 38 spannende internationale und nationale Künstler/innen aus und stellen ihre Werke aus den Bereichen Fotografie, Malerei und Skulpturen für einen kleinen Preis zum Verkauf. Durch ihren Verkauf können die kommenden Ausstellungen realisiert werden.

Teilnehmende Künstler/innen
Romina Abate / Stefan Bast / Daniel von Bothmer / Renke Brand / G.E. Emi / Ekachai Eksaroj / Alexander Gehring / Christine Gensheimer / Jens Gerber / Albert Grøndahl / Frederike Vidal & Judtih Groth / Maude Grübel / Angelika Höger / Thilo Jenssen / Katrin Kamrau / Kumi Kawahara / Anja Köhne / Benjamin Loch / Kati Liebert / Selina Lutz / Friederike Lorenz / Philipp Merkelbach / Susanne Mögling / Charlotte Mumm / Eric Pries & Maja Wirkus / Flaut Michael Rauch / Leo Riegel / René Rogge / Lars Rosenbohm / Thomas Schellenberger / Ann Schomburg / Daniel Stubenvoll / Catrine Val / Melanie Vogel / Duncan Whyte / Paula Winkler

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Paula Winkler

Centerfolds

06.09. bis 02.10.2015

Eröffnung am Freitag, den 05.09.2015 um 19 Uhr

Fragen um den Körper, Geschlecht und Sexualität sind zentrale Themen in den Arbeiten von Paula Winkler. Ihre Arbeit Centerfolds besteht aus mehreren männlichen Akten. Die in der Aufstellung der Körper offenbarte Absicht und die detaillierte Ausarbeitung der Szenarien dienen sowohl dazu den Körper zu verherrlichen als auch den künstlichen Charakter des Bilder selbst zu betonen. Paula Winkler arbeitet mit Verweisen auf die Kunstgeschichte und auf die männliche Ikonografie wobei sie mit der Tradition bricht, in der der Mann der aktive Part ist, der seine sexuellen Impulse wahrnimmt und nährt, und die Frau den passiven Part einnimmt und dargestellt wird, um als Objekt der (männlichen) Begierde zu dienen. In Centerfolds behauptet sich der Akt als ein analytisches und kritisches Genre und der Körper wird als ein Ort von sozialen und politischen Ausdrucksformen angenommen.

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Franz Markus Kämmerer

Platzhalter 1–14

04.07. bis 19.07.2015

Eröffnung am Freitag, den 03.07.2015 um 19 Uhr

Franz Markus Kämmerers Platzhalter-Plakate beschäftigen sich mit den Plakaten der documenta und ihren eigenen verborgenen Erzählungen. Durch die Neuanordnung von Informationsbausteinen erschließen sich Zusammenhänge zwischen grafischer Gestaltung und der Entwicklung der Ausstellungsreihe. Es folgt eine Mutmaßung über das visuelle Gesicht der documenta 14.

Zum documenta Geburtstagsfest am 19.07. um 15 Uhr: Plauderstunde mit Prof. Bernard Stein und Franz Markus Kämmerer

In der Plauderstunde diskutieren Prof. Bernard Stein und Franz Markus Kämmerer über Zeichensysteme und Aufmerksamkeit, Erscheinungsbilder und visuelle Kommunikation.

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kijk:papers

Fotobücher, Künstlerbücher und fotografische Editionen

04.06. bis 07.06.2015

Eröffnung am Freitag, 04.06.2015 um 14 Uhr

kijk:papers ist geöffnet am:
04.06. von 15h - 22h
05. und 06.06. von 14h - 22h
07.06. von 13h - 17h
organized by: malenki.net

Im Juni wird die zweite Folge von kijk:papers in der Warte für Kunst stattfinden. Vom 04. bis zum 07. Juni zeigen wir über 100 aktuelle selbstverlegte oder von kleinen Verlagen herausgegebene Fotobücher, Künstlerbücher und fotografische Editionen mit einem Fokus auf das optische Bild. In der Ausstellung haben die Besucher die Möglichkeit die gezeigten Arbeiten in entspannter Atmosphäre zu entdecken, Vorträge und Gespräche zu einzelnen Publikationen zu hören und mit den Autoren ins Gespräch zu kommen. Lotte Reimann, Sven Lindhorst-Emme, Harvey Benge, Sara Pedde, Tommaso Tanini / Discipula Editions u.a. werden Vorträge zu ihren Arbeiten halten.

mit dabei: Marte Aas (no), Arno Auer (de), Annemie Augustijns (be), Roman Barkauf (de), Jezabel Baudo (de), Zoé Beausire (de), Norman Beierle (nl), Harvey Benge (nz), Véronique Besnard (fr), Laurianne Bixhain (lu), Thomas Bonfert (at), Nadja Bournonville (de), Karianne Bueno (nl), Dani Cardona (es), Anna de Jong (nl), Annelies de Mey (be), Marion Denis (de), Simone Donati (it), Philipp Dorl (uk), Iphygenia Dubois (be), Christoph Engel (de), Malin Gewinner (de), Elisa Goldammer (de), Eric Gottesman (us), Marcin Grabowiecki (pl), Peter Granser (de), Liesbet Grupping (be), Simon Hempel (de), Jan Hoek (nl), Lukas Hoffmann (de), Marianne Hommersom (nl), Lore Horré (be), Debby Huysmans (be), Natalia Jordanova (de), Katrin Kamrau (de), Christian Kasners (de), Kazue Kawase (jp), Yves Kerckhoffs (be), Kasia Klimpel (nl), Petra Elena Köhle (de), Aglaia Konrad (at), Birgit Krause (de), Karsten Kronas (de), Marius Land (de), Ola Lanko (nl), Christina Leithe H. (no), Alexandra Lethbridge (uk), Line Bøhmer Løkken (no), Tamara Lorenz (de), Garry Loughlin (ie), Sara-Lena Maierhofer (de), Henrik Malmström (de), Judith Michel (de), Anne-Lena Michel (de), Hana Miletić (be), Peter Miller (fr), William Minke (de), Mitko Mitkov / 1% of ONE Verlag (de), Conrad Müller (de), Fabrizio Musu (it), Johannes Nadeno (de), Nicolas Vermot Petit-Outhenin (ch), Sabine Niggemann (de), Sarah Pedde (de), Antje Peters (nl), Emma Phillips (au), Magdalena Pilko (nl), Lotte Reimann (de), Natalie Richter (de), Daniela Risch (de), Alexander Rosenkranz (de), Johan Rosenmunthe (dk), Caspar Sänger (de), Jenny Schäfer (de), Robert Schlotter (de), Dan Schmahl (us), Arne Schmitt (de), Jannis Schulze (de), Anika Schwarzlose (nl), Dries Segers (be), Rebekka Seubert (de), Juliane Siedler (de), Matej Sitar (sl), Daniel Stubenvoll (de), Maria Sturm (de), Tommaso Tanini (it), The Cool Couple (it), Clémentine Thomas (es), Christian Tiefensee (de), Joris Vandecatseye (be), Stefan Vanthuyne (be), Diane Vincent (de), Saloshanka Vitus (de), Melanie Vogel (de), Dorothee Waldenmaier (de), Kolja Warnecke (de), Shuchang Xie (de), Timur Yüksel (de) und Hanna Zänker (de.)

Das aktuelle Programm finden Sie auf: www.kijk.cc

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WARTE FÜR KUNST
Ausstellungsort und Experimentierfeld
für zeitgenössische Kunst.

Tischbeinstrasse 2
34121 Kassel

Melanie Vogel
Telefon 0163 739 8 775
E-Mail: post@warte-kunst.de
Facebook

Teil von galerien-kassel.de

Öffnungszeiten
Dienstag und Donnerstag 16-19 Uhr